Kugelhaus in Jockgrim

Johann Wilhelm Ludowici (1896–1983) entwarf 1955 ein Kugelhaus. Das Haus besteht aus Metall, hat einen Durchmesser von 4,50 Metern und war für einen Zweipersonenhaushalt als Notfallunterkunft vorgesehen. Kugelhäuser sollten in Serie gefertigt und dann vom Hersteller per LKW, Schiff oder Hubschrauber an den vorgesehenen Aufstellungsort transportiert werden. Es sorgte zunächst weltweit für Aufsehen, geriet dann aber in Vergessenheit. Der Förderverein Ziegeleimuseum Jockgrim restaurierte 2002 ein Exemplar, welches seit März 2003 zur Daueraustellung des Museums gehört. Das Kugelhaus steht vor dem Bürgerhaus gegenüber der Verbandsgemeindeverwaltung.

Ein Blick ins Innere zeigt, dass das Kugelhaus alles hineinpasst, was man von einem kompakten Wohnraum für zwei erwartet: Flur, Küche, Bad und ein größerer Wohn-Schlafraum. Mehr war nicht vorgesehen. Die Originalausstattung ist leider nicht mehr vorhanden.
Das Kugelhaus für Notfalleinsätze kam nicht über den Stand eines Prototyps hinaus.

Eine Kugel bietet bei gegebenem Materialaufwand und Gewicht den größtmöglichsten Raum und weist hohe Stabilität auf.