erstellt am: 12 October 2009 aktualisiert am 12 August 2019

Erde

Fahrradtour Bodensee - Zürich - Rheinfall - Basel

Fahrradtour Bodensee - Liechtenstein - Zürich - Rheinfall - Basel vom 11.07.09 bis 14.07.09

Teilnehmende Personen:

Thomas Hechelhammer, Beamter bei der Telekom Diana Braun, Altenpflegerin in Karlsruhe

Unter neuer Besetzung unternimmt X-Tra-Designs mal wieder eine Fahrradtour, mal schauen wie’s ausgeht.

Samstag, 11.07.09 Konstanz - Wollerau 200 Kilometer Sonntag, 12.07.09 Wollerau - Stühlingen - Schwaningen 107 Kilometer Montag, 13.07.09 Stühlingen-Schwaningen - Erfringen-Kirchen OT Huttingen 118 Kilometer Dienstag, 14.07.09 Huttingen - Müllheim-Neuenburg 30 Kilometer

Tag 1 | Samstag, 11.07.09 | Konstanz - Wollerau

4:00 Uhr früh: Es ist noch richtig dunkel als der Wecker klingelt und wir müssen raus aus den Federn um pünktlich um 5:29 Uhr in Neustadt den Zug zum Bodensee zu bekommen.

Um 10:19 Uhr kommen wir in Konstanz an und besichtigen erst einmal den Hafen.

Wir fahren die Südseite des Bodensees entlang, ab und zu haben wir ein paar Regentröpfel und erreichen Nachmittags Rorschach.

Von dort aus wenden wir uns Richtung Süden und es geht leicht wellig das Rheintal hinauf.

Ab Feldkirch (Österreich) bleibt es trocken, es geht weiter nach Vaduz in Liechtenstein und nach einem kurzen Blick auf das Fürstenschloß kommen wir wieder in die Schweiz nach Sargans.

Die Strecke biegt nach Westen in Richtung Zürich, nach gut 20 Kilometern erreichen wir Walenstadt am Walensee und gehen dort auf den Radweg entlang des Seeufers. Das Seeufer ist teilweise so steil dass der Radweg direkt neben der Autobahn (A3) auf Galerien verläuft und abenteuerliche 25%ige Steigungen und Gefälle und eine Mischung aus Asphalt und Schotterwegen aufweist.

Gegen Abend erreichen wir das Ende des Sees und kommen endlich zum Obersee der direkt an den Züricher See grenzt. Das Navi leitet uns dann falsch und nach Überwindung einer enormen Steigung Richtung Schindeleggi geht es einen schmalen steilen Weg nach Wollerau hinunter wo uns Onkel und Tante schon für das Abendessen und die Übernachtung erwarten. Es gibt Steaks mit Risotto und Salat.

200 km, 1000 hm

Tag 2 | Sonntag, 12.07.09 | Wollerau - Stühlingen-Schwaningen

Um 8:30 Uhr ist die Nacht schon wieder zu Ende und nach einem langen Frühstück machen wir uns auf die Weiterfahrt zum Rheinfall bei Schaffhausen. Es geht die Südseite des Züricher Sees hinein nach Zürich. Kurz vor Zürich geraten wir in die diesjährige Züricher Iron-Man Veranstaltung, die Straßen sind teilweise gesperrt und wir kommen nur sehr langsam und mühselig ins Zentrum von Zürich. Dort besichtigen wir das Münster, steigen die 187 Stufen zum Turm hinauf und kommen bei der Weiterfahrt auch bei der Sternwarte und nach Überwindung einiger steiler Straßen bei dem außerhalb gelegenen Züricher Flughafen vorbei. Richtung Schaffhausen bleibt das Gelände wellig, ab Eglisau versuchen wir unser Glück auf einem Radweg der mal wieder zur Schotterpiste wird (die Rennradreifen bedanken sich). Ab dem Rheintal wird das bisher nur leicht wellige Gelände deutlich profilierter und wir müssen uns wieder die Berge hochkämpfen.

Nach Besichtung des Rheinfalls wenden wir uns nordwestlich in das Schaffhauser Rotburgunderland. Unter Zuhilfenahme von Navi und Google-Maps erreichen wir gegen 21.00 Uhr nach viel Auf und Ab den Gasthof „Schwanen“ in Stühlingen-Schwaningen.

107 km, 800 hm

Tag 3 | Montag, 13.07.09 | Stühlingen-Schwaningen - Erfringen-Kirchen OT Huttingen

Der Gasthof ist vom Preis – Leistungsverhältnis sehr gut, um 9:00 Uhr früh plündern wir das großzügige Frühstücksbuffet und machen uns reisefertig. Die B314 nach Waldshut-Tiengen ist stark befahren und hinzu kommt noch einsetzender Regen der bei Waldshut aber wieder aufhört. Wir wechseln dort auf die genau so stark befahrene B34 , werfen einen Blick auf das gegenüberliegende Kernkraftwerk Leibstadt auf Schweizer Seite und fahren nach Bad Säckingen. Nach Überwindung der steilen Ortsdurchfahrt von Laufenburg (Baden) kommen wir endgültig ins Flachland und hinter Grenzach-Whylen fahren wir über die Grenze nach Basel.

Basel ist riesig, wir sind ein wenig planlos umhergefahren, haben das Münster, die Mittelbrücke, den Messeturm und einige Schwimmer im Rhein gesichtet. Bei Diana bahnt sich ein Reifendefekt an, die Lauffläche ist verzogen und wir lassen etwas Druck ab damit er nicht so schnell reißen und somit platzen kann. Es geht weiter nach Weil am Rhein, dem Ort Efringen-Kirchen entgegen.

Efringen-Kirchen liegt an der badischen Weinstraße, den Ortsteil Huttingen mit dem Landgasthof “zum Rebhang“ erreichen wir über eine wenigstens 1 km lange 10%ige Steigung. Diana zeigt erste Ausfallerscheinungen und bekommt erste Hustenanfälle. Der Gasthof hatte schon bessere Zeiten gesehen (sicher sind wir uns da auch nicht), ist sehr weit vom Durchgangsverkehr abgelegen, kein normaler Mensch verirrt sich dorthin, ist etwas teurer als das Quartier vom Vortag und zum Zeitvertreib dürfen wir in der Nacht einige Mücken erlegen und kommen somit nicht vor 2:00 Uhr zum Schlafen.

Das Abendessen ist nicht so berühmt: Es gibt Spaghetti mit Bolognese (aus dem Glas?) und Salat

118 km 465 hm

Tag 4 | Dienstag, 14.07.09 | Erfringen-Kirchen OT Huttingen - Müllheim-Neuenburg

Dienstag 14.07.2009

Die mückengeprägte Nacht war wenig erholsam, Diana fühlt sich schlapp und hat Fieber und, wie sich später herausstellt, Grippe. Wir beschließen auf das letzte Stück der Tour zu verzichten und statt dessen den Bahnhof in Müllheim-Neuenburg anzusteuern. Ich tausche noch Hinterradreifen gegen Vorderradreifen damit sich das Rad besser fahren lässt und wir legen langsam die letzten Kilometer zum Bahnhof zurück.

Von Müllheim nehmen wir den Zug über Offenburg – Karlsruhe – Neustadt bis nach Deidesheim und kommen Spätnachmittags wieder zu Hause an.

30 km 104 hm

Insgesamt sind wir in den 4 Tagen 455 km gefahren und haben 2400 Höhenmeter zurückgelegt.